Heraklit: von uns soll keiner der wackerste sein


G
Recht täten die Ephesier, wenn sie sich alle Mann für Mann aufhängten und den Unmündigen ihre Stadt hinterließen, sie, die Hermodoros, ihren wackersten Mann, aus der Stadt gejagt haben mit den Worten: Von uns soll keiner der wackerste sein oder, wenn schon, dann anderswo und bei andern.

aus: Heraklit, „Fragment – über die Natur“

„Liberté, Égalité, Fraternité ou la Mort!“ hörte man in der französischen Revolution. Heraklit sah das völlig anders. Als die Ephesier seinen Kumpel Hermodoros in die Verbannung geschickt hatten, weil sie es angeblich nicht ertragen konnten, dass es da unter ihnen jemanden geben sollte, der besser als sie alle miteinander war, empfahl ihnen Heraklit, sich allesamt aufzuhängen.

Wenn wir uns anhören, was uns Andreas Popp über die Demokratie zu erzählen hat, können wir darin nichts finden, was den Vorstellungen der französischen Revolution oder auch unseren gängigen Vorstellungen über Demokratie entspricht. Als die Wessis die Bezeichnung „Deutsche Demokratische Republik“ hörten, höhnten sie: „Das soll eine Demokratie sein! Das ist ja zum Lachen.“ Und als die Montagsdemonstrationen die Unzufriedenheit der Menschen mit ihrer sog. Demokratie zeigten, waren die Wessies hellauf begeistert. Jetzt gibt es wieder Montagsdemonstrationen, wieder wird der Demokratiemangel beklagt, wieder soll es an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit fehlen. Ich frage mich, was wohl Heraklit davon hielte. Vielleicht würde er sagen: „Hängt euch doch endlich auf! Habt ihr denn immer noch nicht kapiert, dass das nur eine Vorstellung von euch ist, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat?“ Es gibt keine Gleichheit. Also kann es auch in den menschlichen Beziehungen kein Postulat der Gleichheit geben.

gkWenn man die Ungleichheit, wie sie hier in der Darstellung der Normalverteilung am Beispiel des sog. Intelligenzquotienten gezeigt wird, dadurch auszugleichen versucht, indem die 15,8 % am rechten Rand durch die restlichen 84,2 % in die Wüste geschickt werden, muss man sich nicht wundern, wenn jemand wie Heraklit einem zum Suizid rät. Westliche sog. Demokratien geben vor, für Gleichheit zu sorgen. Was aber ist von den 15,8 % Menschen mit den besseren Ressourcen zu erwarten? Es ist wohl anzunehmen, dass sie wie in einer Demokratie im Sinne von Andreas Popp versuchen werden, die Führung zu übernehmen. Während die Elite aber in der Poppschen Demokratie offen operiert und daher kontrolliert werden kann, operieren die Eliten in den westlichen sog. Demokratien weitgehend unerkannt im Hintergrund und ohne jede öffentliche Kontrolle.

Ob Winston Churchill heute noch sagen würde „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ weiß ich nicht. Interessant wäre herauszufinden, welche Form der Demokratie er mit seinem bekannten Satz wohl gemeint hat.

Für mich ist das Thema wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, dass das Wort nicht das Ding ist, für das es steht. Politische Ideologien sind und bleiben in aller Regel ein einfacher Etikettenschwindel. Wenn wir uns heute anschauen, wo ein Mensch wie du und ich überhaupt noch die Möglichkeit hat mitzuentscheiden, können wir nur zu dem Ergebnis kommen: Das hat weder etwas mit der altgriechischen Idee von Demokratie zu tun noch mit dem Verständnis der heutigen Menschen von Demokratie. Das ist überhaupt keine Demokratie. Das ist wie eine undurchsichtige Flasche mit unbekanntem Inhalt auf der auf dem Etikett das Wort Demokratie steht.

Über Heraklit wissen wir fast gar nichts. Eines können wir immerhin mit einiger Gewissheit aus seinen Fragmenten schlussfolgern: Er war kein Demokrat.

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23 Antworten zu Heraklit: von uns soll keiner der wackerste sein

  1. Nitya schreibt:

    a

    Gestern Abend schwamm eines der beiden Eichhörnchen tot in der Regentonne, aus der die beiden immer wieder gerne Wasser getrunken haben. Irgendwie bin ich immer noch ganz untröstlich. Ich weiß nicht, ob es das Weibchen ist, und nicht, ob es da Jungtiere gibt oder wo das Nest sein könnte. Das Ganze ist mir völlig rätselhaft. Eichhörnchen können soviel ich weiß schwimmen und die Tonne war randvoll Regenwasser, sodass das Eichhörnchen eigentlich locker hätte herausklettern können, wenn nicht … keine Ahnung. Och Määänsch …

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    • Micky schreibt:

      wir haben einen Teich mit Bachlauf. da können alle Tiere trinken und baden und jeder so tief wie er es braucht.da leben dann auch gerne kröten, Molche und anderes Kleintier. und eichhörnchen kommen im herbst auch wegen der Haselnüsse, die habe ich aber noch nicht trinken sehen. vielleicht machst du dir einfach mal die arbeit und mühe deinen garten tierfreundlich zu gestalten. so schafft man Freude unter den Lebewesen.

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      • Nitya schreibt:

        „vielleicht machst du dir einfach mal die arbeit und mühe deinen garten tierfreundlich zu gestalten. so schafft man Freude unter den Lebewesen.“

        Vielleicht gewöhnst du dir ja noch mal deinen moralisierenden Unterton ab, so schaffst du Freude unter den Lebewesen.

        Keine Ahnung, aber urteilen, das schafft jedenfalls keine Freude unter den Lebewesen.

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      • Micky schreibt:

        hallo ???
        du lässt einen baumdoktor kommen und deine Eichhörnchen trinken aus tonnen die keinen deckel haben. mögen deine Eichhörnchen deinen Teich nicht oder was ?
        Eichhörnchen ertrinken, Ursache und Wirkung.
        ich urteile nicht, ich zeige nur Möglichkeiten auf.
        ich habe dich nicht kritisiert und doch fühlst du dich kritisiert.
        hast du Probleme mit Kritik ?

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      • Nitya schreibt:

        „ich habe dich nicht kritisiert und doch fühlst du dich kritisiert.
        hast du Probleme mit Kritik ?“

        Warum sollte ich Probleme haben mit Kritik, noch dazu mit deiner, wo du mich doch gar nicht kritisert hast?

        „vielleicht machst du dir einfach mal die arbeit und mühe deinen garten tierfreundlich zu gestalten. so schafft man Freude unter den Lebewesen.” Kriegst du’s eigentlich noch mit, was du da vom Stapel lässt? Anscheinend nicht, sonst hättest du es wohl nicht geschrieben. Ursache und Wirkung, ja.

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      • Micky schreibt:

        ja, ich weiss was ich tue
        gerade habe ich dir aufgezeigt, dass man das Umfeld in dem man lebt
        aktiv gestalten kann
        und das geht jeden tag aufs neue, ein garten ist nie „fertig“

        ein alter zen-meister der Neuzeit
        fegte jeden tag mit dem besen das Grundstück und aß dabei gerne möhren
        das debattieren über Demokratie hat er anderen überlassen
        er hatte erkannt, dass das nur vom wesentlichen, von sich selber, ablenkt

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      • Nitya schreibt:

        „ja, ich weiss was ich tue
        gerade habe ich dir aufgezeigt, …“

        Wenn du hier weiterhin Kindergarten spielsen willst, schmeiß ich dich raus aus dem Blog. Anders verstehst du es wohl nicht, dass mir deine Moralisiererei und deine Belehrungen gewaltig auf den Keks gehen. Belehre von mir aus deine Frau oder deine Kinder, wenn die sich das gefallen lassen, aber verschon mich mit deinen ungebetenen Ratschlägen.

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    • Micky schreibt:

      hallo, du drohst mir ???
      wie war das nochmal mit deiner Einstellung zu Sanktionen und Meinungsfreiheit ?
      willst du mir diktieren was ich nicht zu schreiben habe ?
      ich habe hier nicht gepöbelt oder jemanden beleidigt !!!

      merke:
      Anarchie ist auch nur eine Idee, ein Glaubenssatz
      und ohne die notwendige Toleranz sowieso für die katz

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      • Nitya schreibt:

        „scheiss auf die Demokratie.
        jedes Volk kriegt die Herrschaft die es verdient, die es zulässt.
        wir in den Industrienationen haben uns von Mammon und Konsum korrumpieren lassen.
        die dinge nehmen entsprechend ihren lauf. Ursache und Wirkung.
        alles hat seinen preis und der muss bezahlt werden.“

        Keine Drohung, nur Ursache und Wirkung.
        Gott sei Dank bin ich kein Demokrat:
        Leb wohl, Micky!

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    • Eno Silla schreibt:

      Lieber Nitya,
      vielleicht hat das Eichhörnchen ja einen Herzinfarkt erlitten, als es ins kalte Wasser der Regentonne fiel…
      Ich konnte gestern den Tod einer Hummel beobachten. Von dieser gut getarnten Spinne in einer Blüte erlegt:

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      • Nitya schreibt:

        Lieber Eno,
        ich habe keine Ahnung, ob Eichhörnchen einen Herzinfarkt bekommen können. Aber wer weiß? Mir ist es einfach ein absolutes Rätsel. Ich wohn ja mitten in der Stadt, na ja am Rand. Wie oft sehe ich überfahrene Eichhörnchen. hab selbst schon ein paar mal total abbremsen müssen. Lebewesen sind ständig bedroht.

        Als ich in meinem jugendlichen Leichtsinn in die Strudel des Lechs eingetaucht bin, hätte es mich auch x-mal erwiuschen können. Dann wären die Leute gekommen und hätten meiner Mutter und meinem Vater Vorhaltungen gemacht: „Konntet ihr nicht besser aufpassen? Warum habt ihr ihm das nicht verboten? Hättet ihr nicht dafür sorgen können, dass der Lech eingezäunt wird? Oder hättet ihr nicht in eine andere Stadt ziehen können so ganz ohne Fluss? Hättet ihr …“ Was soll’s? Ich hätte immer Mittel und Wege gefunden, um zu meinem gefährlichen Lech zu kommen.

        Und du, lieber Eno, warum bist du nicht früher an Ort und Stelle gewesen? Du hättest doch die arme Hummel locker retten können. Warum hast du nur nicht aufgepasst und die Spinne rechtzeitig vertrieben?

        Danke für die Bilder. Ich verzeihe dir, lieber Eno. Die Spinne kann sich wirklich perfekt tarnen. Du hättest sie vermutlich auch nicht sehen können, auch wenn du aufgepasst hättest.

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  2. Ingeborg schreibt:

    Aufregung im Adlerhorst.Ein Fremder war im Anflug, konnte erfolgreich abgewehrt werden.
    Jetzt sitzen beide Altvögel im Horst und beobachten.

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  3. froeschin schreibt:

    Lieber Nitya,

    puh, das geht mir durch und durch mit deinem Eichhörnchen. Bei mir im Garten tollt auch eines herum, und Fasane und u.a. ein nerviger Vogel, der immer bei Tagesanbruch wie ein Wecker stundenlang ein Staccato mit immer gleichen Trällern ablässt.  Leben eben. Und dann findest du es tot in der Tonne.

    Vielen Dank für den Demokratie-Hinweis. Nachdem ich gerade ein Gespräch über Demokratie („Funktioniert in den USA, weil da auch aus Randgruppen einer Präsident werden kann und bei uns sogar eine Ostdeutsche – in Russland nur ein Russe“) hinter mir habe. Also quasi: Demokratie ist, wenn alle die gleichen Chancen haben. 

    Was haben wir nicht alles für absurde Ideen über Demokratie im Kopf. Dass die Wiege der Demokratie eigentlich ein Nest von wenigen war, die Macht ausgeübt haben (und das vielleicht gar nicht zum Schlechten) wird tunlichst übersehen. Somit kann man es eigentlich nur an den Personen festmachen, ob eine Form des Zusammenlebens funktioniert. Ein weiser König/Diktator versus ein Haufen von nur am eigenen Wohl interessierten Abgeordneten etwa (hierzu vielleicht ein REPORT-Beitrag zu den Sitzungsgeldern der EU-Parlamentarier 
    http://www.ardmediathek.de/das-erste/report-mainz/die-fragwuerdigen-tagegelder-von-eu-parlamentariern?documentId=21067038)

    So ist ein überschaubarer Rahmen (wie etwa hier in meinem Dorf) auch nur so attraktiv wie die, die dort leben, lieben, denken und wirtschaften. Letztlich steht und fällt jede Herrschaft, sei es die der Mehrheit, die von Interessengruppen, die eines Diktators usw. mit dem, der sie ausübt.

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  4. Micky schreibt:

    scheiss auf die Demokratie.
    jedes Volk kriegt die Herrschaft die es verdient, die es zulässt.
    wir in den Industrienationen haben uns von Mammon und Konsum korrumpieren lassen.
    die dinge nehmen entsprechend ihren lauf. Ursache und Wirkung.
    alles hat seinen preis und der muss bezahlt werden.

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  5. Elwood schreibt:

    „wir in den Industrienationen haben uns von Mammon und Konsum korrumpieren lassen“

    Das Ego ist korrumpiert, so wie es anfängt mit sich selbst zu beschäftigen und Angst vor seiner Vergänglichkeit bekommt. Das spühren wir vom Kleinkind, dass zum erstemal „ICH“ ausspricht, bis zum weltbeherschenden Oligarchen. Die griechische Idee der Demokratie hat vermutlich nur deswegen einigermaßen funktioniert, weil die Gruppe überschaubar gehalten wurde und das empathische Mitgefühl für die Sippe noch zum tragen kam. Die ollen Germanen haben vieleicht auch aus diesem Grund es zu verhindern gewußt, größere Zusammenschlüsse mit enstprechenden Führern zu bilden. Die Machtvisionen von Arminius fanden sie dann ja auch nicht mehr so prickelnd.
    Wie soll jemals eine Staatsform diese ganzen korrumpierten Egos zusammenführen?
    Ich glaub an keine mehr….

    Lieber Nitya,
    ich fühle mit Dir und Deinem Verlust, vieleicht taucht ja bald ein neuer Spielgefährte für das alleingelassene Eichhörnchen in deinem Garten auf. Es wäre ihm zu wünschen.

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  6. fredo schreibt:

    bei gartenthemen gibt es für mich nur die befragung meiner fast 90jährigen mutter , die quasi in unserem djungelgarten lebt … und dort mit ihren erdhöhlen , lattenhütten mit dachbegrünung , und europalettenzweitverwertungen dem titel „djungelgarten“ alle ehre macht …
    so abgefahren und exotisch , dass es den nachbarn noch nichtmal gelingt , sich darüber aufzuregen ( allzumal sie ein echtes schätzchen sein kann , wenns der erhalt ihrer „grokula“ erfordert ) …
    also … besagte gartenmama … erklärte , recht kundig wirkend , dass tatsächlich die hohen plastikregentonnen eine große gefahr darstellen … und dass ( ich wusste es selber noch nicht ) tiere wie eichhörnchen in dem sinne allesamt gar nicht schwimmen können , sondern lediglich durch bewegungen , kurzfristig „über wassser bleiben“ … dass aber die >landung stets von großen gefahren begleitet wird , bei den regentonnen fehlt nur die flache anlandezone , der direkte übergang tiefes wasser zu schmalen steilrand überfordert daher viele tiere mit ihren schwimm- rsp . überwasserbleibfähigkeiten …
    dies erklärte mir nun auch warum muttern in dutzende wassergefüllte olle blechschüsseln, die sie im djungelgarten verteilt hat stets große steinbrocken in die mitte legt … aha ! … dadurch wirken die steinbrocken als basis für vogeltränken und notlandezonen für kurzfristige badegäste …
    tja … man lernt nie aus …
    doch wenn ich dran denke , dass muttern irgendwann mal nicht mehr so „gartenkompatibel“ sein wird , und ich mich jetzt schon als überfordert sehe , dann dürfte der begriff djungelgarten über kurz oder lang in eine neue deutungstiefe gehen …🙂

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  7. fredo schreibt:

    ergänzend … da es mich echt beschäftigte … hab ich noch ein wenig weiter „gedacht“ …
    wir denken bei schwimmen und regentonne wohl schnell in „humaniden“ dimensionen … dass heißt ums wissen der fähigkeit der humanoiden , sich bereits als baby an einer hand festzuhalten , bzw. sich also an den rand einer regentonne festhaltend diesen sogar zu erklimmen …
    dies ist aber eine reine humanoide fähigkeit …
    ein nagetier , wie ein eichhörnchen , kann zwar recht geschickt in seinen kurzen vorder“händchen“ nüsse halten oder auch mal graben , dürfte aber kaum fähig sein sein eigengewicht damit zu fixieren … soll nun ein wasser verlassen werden , braucht es rein logisch dazu eine flache auslaufzone , wie bei einem bach , wo peu ah peu die 4 gliedmassen wieder „land fassen“ können … eine regentonne , wird da sicher zur falle … trotz gewisser schwimmkünste … es fehlt da halt an anlandungskünsten …

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  8. fredo schreibt:

    hach … echt interessant … habs noch mal erkundet … ein affe ist ein hängekletterer … d.h. er schwingt notfalls an einer hand von ast zu ast … ein eichhörnchen ist ein „überkreuz-kletterer“ … das heißt , es ist stets mit einer vorder und eine hinterpfote „laufend/festhaltend“ am klettern in den bäumen … also eher ein baumläufer als ein baumhänger …

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Fredo,

      ich hab die Lärchenäste und Zweige direkt vor meinem Fenster und konnte die Eichhörnchen stundenlang beobachten. Ja, sie sind Baumläufer und Astläufer, aber auch unglaubliche Weitspringer und die reinsten Akrobaten. Sie springen geradezu halsbrecherisch auf die dünnsten Zweiglein. Ich habemich immer gefragt, woher sie das wissen, dass diese dünnen Zweige das aushalten können. Sie wissen es einfach. Sie halten sich mit den Hinterfüßen an ein schwankendes Zweiglein fest, um mit den Vorderfüßen einen Zapfen zu bearbeiten. Also ein Eichhörnchen ist nicht nur Baumläufer, sondern auch ein Baumhänger, Asthänger, Zweigleinhänger – nicht nur mit den Hinterfüßen, sondern auch mit den Vorderfüßen. Hab ich x-mal gesehen.

      Du schreibst: „wir denken bei schwimmen und regentonne wohl schnell in “humaniden” dimensionen … dass heißt ums wissen der fähigkeit der humanoiden , sich bereits als baby an einer hand festzuhalten , bzw. sich also an den rand einer regentonne festhaltend diesen sogar zu erklimmen … dies ist aber eine reine humanoide fähigkeit …“

      Ich bestreite das aufgrund meiner Beobachtungen ganz entschieden. Das ist nicht nur eine humanoide Fähigkeit.

      Und was das Schwimmen betrifft, guck dir mal das Video an. Auf volle Größe stellen und mehrmals angucken, weil das Eichhörnchen so klein ist, dass man es am Anfang gar nicht sieht. Esist ziemlich in der Mitte nahe des gegenüberliegenden Ufers zu finden. Das Wasser scheint ziemlich reißend zu sein und doch schafft es das Eichhörnchen zu schwimmen.

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  9. fredo schreibt:

    stimmt … sieht echt nach souveränem schwimmen aus … und das das artistische formen annimmt was da eichhörnchenmäßig klettert , ist bei nach schauen deutlich … die frage ist halt wie das funktioniert im wasser , also ohne festen bezugspunkt ( wie an/auf einem ast ) und halt mit einem superschmalen tonnenrand als „montagepunkt“ …
    ich meine mich auch zu erinnern , dass mein nachbar am brasselsberg ( ein wohngebiet direkt am wald hier in kassel , und kassel ist die keimzelle der waschbärenpopulation in deutschland ) auch von ertrunkenen waschbären berichtet hatte …
    es scheint nur tatsächlich recht heimtückisch zu sein , was da als regentonne in unseren gärten steht … irgendwie bringen die doch viele lebewesen in gefahr …
    irgendeinen grund muss es da geben ( feine aufgabe für den grübler hinter der cortex ) so neben der buchhaltung …
    ( im blick durchs fenster auf unsere tonne … und jedenfalls hab ich den bisher für überflüssig gehaltenen deckel schon mal sicherheitshalber hervorgekramt )

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  10. robo schreibt:

    Mein Beileid, lieber Nitya.

    Nichts zum diskutieren und grübeln sondern was für Praktiker:

    -Auf die Tonne passenden Holzrahmen, auf den Mäusedraht gezogen wird. Der Mäusedraht ist so engmaschig, dass selbst Babytiere nicht hindurch rutschen können.
    -Oder eine angemessen stabile, rutschfeste „Schwimm(Rettungs)insel“ mit flachem „Landungsbereich“,(Holz, Plastik etc.)
    -Und/oder innen einen kräftigen Kletterast (Leitereffekt) in die Tonne stellen, notfalls mit einem angebundenen Stein am unteren Ende, hoch bis zur Oberkante/Rand

    Eichhörnchen, Katzen, Vögel, anderes Kleingetier, selbst Insekten können sich retten…

    Ahhhh….

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  11. Nitya schreibt:

    Liebe Leute,
    eine freundliche Bitte:

    ich bin zwar 72 Jahre alt, aber noch nicht völlig debil – nur’n bisschen. Könnt ihr euch nicht vorstellen, dass ich inzwischen alles getan habe, dass sich so etwas nach menschlichem Ermessen nicht wiederholen kann? Haltet ihr mich wirklich für so bescheuert, dass mir dazu nichts einfallen würde? Also bitte, verschont mich mit euren Ratschlägen. Wenn ich welche brauche, werde ich mich schon rühren. Alles klar? Danke!

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