Aber was ist, wenn wir erkennen müssen,


Unbenannt

dass wir eigentlich inzwischen einer kriminellen Vereinigung angehören?

Gestern tauchte bei Savitri die Frage auf: „Was sage ich meiner 17jährigen Tochter an klugen Worten, die schon ganz an der Menschheit verzweifelt ist und nur noch Hass empfindet…?“

Ach ja, liebe Savitri, ich weiß darauf auch keine Antwort. Mir ging es mit 17 doch keinen Deut anders als deiner Tochter. Meine Mutter hat mich damals zu einem Psychoanalytiker geschickt, aber der arme Kerl war selbst so verzweifelt, dass sich unsere Rollen schon bei der ersten Sitzung vertauscht hatten und ich die für mich sehr wichtige Lektion lernen musste, dass von den „Erwachsenen“ wirklich keine Hilfe zu erwarten ist. Ich finde es ganz toll, dass deine Tochter an der Menschheit verzweifelt und voller Ablehnung und Hass ist. Das zeigt einfach ihre Intelligenz. Sie wird sie brauchen, wenn sie sich auf den langen Weg macht, eine Lösung für das Kōan des Lebens zu finden, für das es keine Lösung gibt, sondern nur eine (Los)lösung.

Vielleicht hilft ihr dabei ja das Buch von Rüdiger Lenz: Die Fratze der Gewalt: Versuch Einer Aufklärung, das er auch in 106 Videos auf youtube veröffentlicht hat. Hier das erste und das letzte Video:

 

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Eine Antwort zu Aber was ist, wenn wir erkennen müssen,

  1. koeniglala schreibt:

    Ich durfte für mich irgendwann feststellen, dass ich mich sofort erschießen muß, wenn ich niemanden was böses tun oder nur gutes tun oder die Welt zu einer besseren machen wollte. Aussichtslos, die Welt passiert auch ohne mein zutun und uU sogar viel besser. Das gleiche Ergebnis war bei der Frage nach einem sinnvollen Beitrag. Es gibt ihn nicht, außer ich bin von einem überzeugt. Gingen meine Überzeugungen flöten, aufgrund der Ausweglosigkeit dieser Situation, blieb mir nur eins. Ich erlaubte mir die Absicht einen Weg zu finden, wo ich mit dem was ist einverstanden war. Dann wurde ich erst Willenlos und erstarrte in Lethargie. Dann erlaubte ich mir einen Weg zu finden mit meiner Lethargie einverstanden zu sein und fing wieder an mich langsam mit Dingen zu beschäftigen, sah meine Einbindung in das große Ganze „Raumschiff Erde“ und bin ein Mensch mit vielen Facetten. Schmerz, Trauer, Freude, Ekstase, Wut, Zweifel, Zuversicht etc. alles im Wechsel aber nicht in chronologischer Folge. Oder um Chögyam Trungpa zu zitieren. „Hoffnungslos, absolut Hoffnungslos. …“ (Aus: verrückte Weisheit)

    Und ansonsten etwas schöner, künstlerisch wertvoll und an mein Herz greifend. One Ginat Leap. Die ersten 4 Minuten reichen bereits um zu begreifen, worum es den Produzenten geht (kurzer schöner Kommentar ab Minute 2,45) Ist aber gesamt sehr sehenswert.

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