Uwe Schade: Das hat mir der Wind erzählt.


Große Hände.

Er hatte selber gemachte Sandalen an, deren Sohlen aus den Laufflächen von Autoreifen waren – an den Füßen konnte man nicht vorbei riechen.

Das Oberteil der Sandalen war mit Schlitzschrauben von oben auf die sohlenförmig zugeschnittenen Autoreifenstücke geschraubt.

Sein Fahrrad zwei Meter weiter, Stoffbeutel dran, vor sich das Sperrholzschild, wo „Lyrik eines Landstreichers“ draufstand.

Sein kleines Radio hat er mir gezeigt; es war klein wie ne Zigarettenschachtel und mit einem krummen, isolierten Drahtstück als Antenne, und er hat erzählt, dass er mit dem nachts, wenn er irgendwo in einem Heuschober liegt, gerne Neues aus der Wissenschaft und Forschung hört.

Zwischendurch immer mal Leute, die stehen blieben, von denen sich manchmal welche noch durchrangen, ihn auf ihre je besondere Weise nach dem Preis für die Blätter zu fragen. Da war alles im Fluss, und auch das, was wir sprachen, wurde nicht gestört, als er darauf antwortete: „Ein Geldstück“, „eine milde Gabe“, „ein paar Münzen“ oder so ähnlich.

Wenn jemand fragte, wo er das her habe, sagte er: „Das hat mir der Wind erzählt.“   

Schöner geht’s nicht mehr.

So hat es mir mein alter Kumpel T.R. berichtet. Herzlichen Dank dafür!

Hier findet ihr Uwe Schades Text, falls ihr ihn noch nicht kennt: „Die Harmonie der Welt – Lyrik eines Landstreichers“. Und hier als PDF: Die Harmonie der Welt

Uwe Schade auf die Frage, wie er denn drauf gekommen wäre, das zu schreiben:

Ich hatte eine Vision. Den Text habe ich in einer Nacht aufgeschrieben, weder vorher noch nachher etwas anderes.

Hier noch ein interessanter Link.

Der Text ist auch in Buchform beim Schillinger Verlag Freiburg erschienen. Ob das Buch nur eine Auswahl  anbietet oder den ganzen Text, entzieht sich meiner Kenntnis.

Uwe Schade, geboren 1931, ist 2009 gestorben.

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27 Antworten zu Uwe Schade: Das hat mir der Wind erzählt.

  1. Kirti schreibt:

    An einem sonnigen Tag im Sommer 1992 schlenderte ich durch Hamburgs Innenstadt und hatte eine wundersame Begegnung. Mein Urlaub stand kurz bevor, und ich fühlte mich leicht und beschwingt. Die Zeit erschien mir wie ein einziger, gedehnter Augenblick – alle Dinge schienen auf innige Weise miteinander verwoben zu sein.

    Mitten im Strom zielbewussten, geschäftigen Treibens saß ein weißhaariger, vollbärtiger, etwa 50-jähriger Bettler auf dem Gehsteig in der Sonne. Im Vorbeigehen erwog ich, ob ich dem Mann ein Almosen geben sollte oder nicht. Er war normal gekleidet – für einen „Bettler“ machte er einen ziemlich gepflegten Eindruck. Vor ihm auf dem Boden lagen einige Exemplare gehefteter Blätter mit der Aufschrift „Lyrik eines Landstreichers“. – „Merkwürdig…“, dachte ich, „dass ein Bettler sich selbst als Landstreicher bezeichnet…. Hat er womöglich einen gewissen Abstand zu der Rolle, die er spielt? Und dann spricht er nicht von „Gedichten“, sondern von „Lyrik“! Welches Schicksal mag wohl einen mit Lyrik vertrauten Menschen zum Bettler werden lassen?!“
    Ich kehrte um und fragte ihn, ob ich ein Exemplar von ihm kaufen könne und was er dafür haben wolle. Er schaute mich freundlich-listig durch seine kleinen, runden Brillengläser mit wachem Ausdruck an und meinte nur: „Ach, vielleicht einen Taler.“
    Auf den ersten Blick wirkte er unscheinbar, doch was er sagte, und wie er es ausdrückte, kam völlig unerwartet. Mir war auf einmal klar, dass hier kein irgendwie versponnener Typ saß, der sich ein wenig in der Zeit geirrt hatte und nostalgisch einem anderen Jahrhundert nachhing. Nein! Er strahlte etwas Zeitloses, Grenzenloses aus, das erst wenige Minuten später wie ein Blitz einschlug.
    Jedenfalls schien er zu sagen, dass der Geldwert relativ sei und dass seine Gedichte nicht den Zweck erfüllten, einen armseligen Lebensunterhalt davon zu bestreiten. Sein Anliegen war ganz anderer Art!
    Ich verabschiedete mich, und noch im Weitergehen schlug ich neugierig die erste Seite auf und las:
    „Dein Schicksal überrascht Dich nicht,
    denn Du bist Dein Schicksal.
    Deine Begegnungen wundern Dich nicht,
    denn Du bist nicht getrennt von ihnen.
    Dein Tod schreckt Dich nicht,
    denn Du bist tausendmal gestorben.“

    Die Worte wirkten nicht wie auswendig gelernte Lebensweis-heiten, die ich schon in der einen oder anderen Form bei Lao Tzu oder Angelus Silesius gelesen hatte! Mir lief ein Schauer den Rücken herunter, und ich war wie elektrisiert! Ich musste an eine weiße Wolke denken, die frei von Ziel und Zweck mit jedem Windhauch mitgehen und sich im grenzenlos blauen Himmel auflösen kann. Eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Freude trieb mir die Tränen in die Augen. Dort saß ein Mensch, der Weite und Offenheit ausstrahlte und ein absolutes Vertrauen in die Existenz zu haben schien. Hinter der unscheinbaren, äußeren Form verbarg sich eine bodenlose Kraft, die nicht durch Aggressivität wirkte, sondern durch die Abwesenheit eines getrennten Selbst. In Wirklichkeit war dort „Niemand“.

    Zwei Jahre später saß er vor dem Alsterhaus, und ich war erfreut, ihn diesmal fragen zu können, wie er zu diesem Lebenswandel gekommen und was der Hintergrund dieser erleuchtenden Gedanken sei. Ich wollte ihm auch etwas Geld geben für die Kopien, die ich ohne sein Wissen gemacht hatte, um sie Freunden zu schenken. Er lehnte ab und sagte, ich sei frei, diese Gedanken, die niemandes Besitzrecht seien, weiterzugeben. Ich solle die einzelnen Abschnitte nur nicht aus dem Zusammenhang reißen. Er erzählte mir, dass er vor einigen Jahren auf einer Wanderung an einem See „zu leuchten anfing“, dass sogar die Tiere innehielten und ihn anschauten. Er hätte in drei aufeinander folgenden Nächten immer den gleichen Traum gehabt, in dem ein Lichtwesen ihn fragte, ob er das Leuchten besitzen oder nur davon Zeugnis ablegen wolle, und da habe er geantwortet: „Nur sagen…!“

    Die rückhaltlose Demut und Bescheidenheit, die keinen Besitzanspruch auf „Erleuchtung“ erhebt, scheint zu dieser bedeutsamen Eingebung geführt zu haben, die für immer nachklingen wird….
    Im Jahre 1998 ist „das Sprachrohr“ dieser Verse – wie ich inzwischen erfuhr – von einem Krankenpfleger in Schleswig bis zu seinem in letzter Hingabe angenommenen Tode begleitet worden.

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Kirti,

      ganz, ganz herzlichen Dank für deine tief berührende Erzählung.

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      • Kirti schreibt:

        Lieber Nitya, das hat mich auch ganz besonders gefreut, nach vielen Jahren an diesen wunderbaren Menschen erinnert zu werden: Sein Urvertrauen in das reine Sein hatte so eine bodenlose Kraft, die ich selten in einer Begegnung verspürt habe…

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  2. gaia himmel schreibt:

    danke für den schönen samstaggruss.

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  3. Swami Prem Punito schreibt:

    Lieber Nitya ,
    Draussen und unterwegs
    lässt verrücken zu .
    Mich freut es , das Du heute
    Uwe Schade reden ließest .
    Ja – der Wind ist ein guter Lehrmeister , so auch meine Erfahrung ,
    Vielen Dank für diesen All-bewegenden Beitrag .
    L.G. Punito

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  4. fröschin schreibt:

    … und ich mache meine Steuererklärung, meinen Job, mir so Gedanken, mir Sorgen…

    eigentlich schön blöd. Aber die Vorstellung, nicht zu wissen, wo man am Abend sein Bettchen aufschlägt… Oder im Winter friert. Ich könnte jetzt sagen, alles nur Vorstellungen. Aber ein Winterspaziergang mit gefrorener Nase ist ja nicht nur Vorstellung.

    Vielen Dank für die Erinnerung an Uwe Schade.

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    • Swami Prem Punito schreibt:

      Liebe Fröschin ,
      draussen sich zurecht finden ist eine sonderbare Erfahrung .
      Hierbei kommt es jedoch auf das Motiv des Obdachlosendasein an ,
      und die innere Überzeugung sich in solch einen Zustand hineinzubegeben .
      Ohne Wohnstatt unterwegs bedeutet einerseits “ frei “ zu sein von genormten
      Vorgaben , wie familiäre Verpflichtungen , Vertrageinhaltungen ( Mietzinszahlung ,
      Steuerabgaben , Versicherungsbeiträge , u. u. u. ) .
      Draussen , allein unterwegs , heißt die Elemente wahrnehmen , den Verstand benutzen ,
      in gewissen Situationen besonders auf die Instinkte achten . Sich organisieren ,
      wie , wo und wann die günstigte Gelegenheit gegeben ist sein Haupt zu betten ,
      die Kleidung und den Körper zu reinigen , die Zahnpflege nicht zu vernachlässigen .
      Wer Draussen schläft hat zu lernen die Vielfalt an Geräusche unterscheiden zu können .
      Am aufregegendsten ist es die Geräusche der „Waldesstille“ kennenzulernen .
      Da wird anfangs das Getrappel eines Hirschhornkäfer als Donnerlärm wahrgenommen .
      Nachts im Wald , werden die frühen Gruselgeschichten der Kindrtage noch einmal durchlebt . Zu wissen , wann eine Rast eingelegt oder zu beenden ist – eine lebensrettende Erkenntnis ; weil zu allem Getier , in den Jagdzeiten , die sich
      Flintenmänner dazugesellen . Tiefschlaf im Wald ist nicht von Dauer .
      Gefährlicher als im Wald sind jedoch die Stadtparks , irgendwelche leerstehenden Häuser u,s.w. . Hier kann es zu unliebsamen Überraschungen kommen .
      In der Stadt gibt es dafür Möglichkeiten Dinge , die angefertigt werden , zu Geld zu machen . Beispielsweise Armbänder , geknüpft oder geschmiedet bringen einen Ertrag ein , von dem es sich existieren lässt . In Deutschland ist es ziemlich easy als Obdachloser über die Runden zukommen . Hier kann , insofern das Interesse erwacht ,
      jederzeit diesen Zustand aufzuheben .Es gibt Hilfe – . Klingt einfach – ist es jedoch nicht .
      Wer längere Zeit ohne einem Dach über den Kopf gelebt hat , braucht wieder eine
      gewisse Zeit sich an die “ Normalität “ zu gewöhnen . Es ist gar nicht so einfach ,
      die ersten Wochen in einem Bett zu liegen und ohne den nachtblauben Himmel ,
      die Begrenztheit einer Zimmerdecke zu ertragen .
      Mir ist es gelungen , die Sesshaftigkeit mit allen ihren “ Normalitäten “ noch einmal
      zu wagen . Heute im Rückblick an die “ Unterwegstage “ sage ich : “ Das einfachste
      ist , morgens aufzustehen , den Kafee zu schlürfen , in einer Firma 40 Stunden
      zu arbeiten , trotz aller Routine und irgendwelchen arbeitsbdingten “ Nervereien “ :
      Würde mich einer fragen : “ Könntest Du heute noch mal ohne Obdach leben ? “
      Wäre meine Antwort : “ Ja “ – Muß aber nicht !“
      Danke für Deine mich inspirierenden Worte🙂

      L.G. Punito

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  5. Elwood schreibt:

    “Die Harmonie der Welt – Lyrik eines Landstreichers”
    Hat mir voll ins Herz getroffen –
    Danke

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  6. Selma schreibt:

    „Einst sahest Du ein Land von namenloser Schönheit
    Hast Du das vergessen?
    Einst kam Dein Tun aus der Quelle der Unschuld
    Hast Du das vergessen?
    Einst war in Deinem Fühlen die ganze Welt
    Hast Du sie weggeschmissen?

    Es ist alles noch in Dir.“

    Uwe Schade

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  7. Chris schreibt:

    Mir fehlen die Worte……..es ist unbeschreiblich ….wie klar dieser Mann erkannt hat und in welch wunderbare Worte er all dies gekleidet hat…………..

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  8. Bernadette schreibt:

    Lieber Nitya
    Danke für den Uwe Schade-Schatz.
    Hinterdensiebenbergenimregengruss

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  9. Ralf schreibt:

    Ich bin Uwe Schade Anfang der 80er Jahre einmal in Stuttgart und einmal in Tübingen begegnet.
    Dieser Mann ist etwas ganz Besonderes.

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  10. Ludwig G. schreibt:

    Ich bin ihm selbst begegegnet in
    Augsburg: er saß in der Fussgängerzone, schwarze hohe Schuhe zum Schnüren, schwarze Rollmütze, Hose und Jacke vermutlich
    Grau, Schnauzbart – gepflegte Erscheinung. Wir haben uns bestimmt
    Fast eine Stunde unterhalten, danach fühlte Ich mich sehr wohl und ruhig- ich habe ihn nie vergessen, obwohl bestimmt schon 20-30 Jahre vergangen sind.
    Er überreichte mir seine Druckschrift und signierte Sie noch auf der Rückseite. Ich gab ihm 5 DM und obwohl ich selbst micht viel besaß, hätte ich ihm gerne viel mehr gegeben. Ich hatte jedoch den Eindruck, daß es ihm nicht um das Geld alleine ging.
    Nun bin ich selbst in dem Alter wie er damals und ich bin traurig darüber zu lesen, dass er 2009 verstorben ist. Ich wäre ihm gerne noch einmal begegnet.
    Seine “ Harmonie der Welt “ wird
    für mich immer verständlicher….

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    • Eno schreibt:

      Hallo Ludwig,
      danke für deinen Bericht!
      Ich bin ihm auch einmal begegnet, in der Fussgängerzone in Lüneburg, aber ich bin nur an ihm vorbei gelaufen. Meine Nachbarin hat ihm ein Exemplar seiner „Harmonie der Welt“ abgekauft und mir später gezeigt oder sogar geschenkt, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, es war glaube ich Ende der Achtziger, jedenfalls habe ich diesen Originaltext immer noch… Damals kam ich mir so verdammt dämlich vor, dass ich mir nicht angesehen habe, was der Mann da vor sich liegen hatte, obwohl ich was gespürt hatte als ich ihn sah, aber dennoch kam der Text zu mir und begleitet mich seit dem. Irgendwie taucht er immer wieder auf.
      In gewisser Weise ist er ja immer noch da, als DAS was er ist, berührt immer noch durch diese Worte, die durch ihn geschrieben werden mussten…
      Wie verrückt dies alles ist…
      Herzliche Grüsse
      Eno

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  11. Michael Schade schreibt:

    Meine Tochter wies mich auf diesen Blog hin – und es freut mich, dass hier über meinen Onkel Uwe gesprochen wird. Herzliche Grüße, Michael Schade

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    • Nitya schreibt:

      Herzlich willkommen, Michael!
      Wenn du uns irgendwas über deinen Onkel erzählen kannst,
      erzählen magst,
      das wäre ganz wundervoll.
      Einen lieben Gruß
      Nitya

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      • Michael Schade schreibt:

        Hallo Nitya, hallo zusammen. Ich weiß nicht, was ich hier schreiben darf. Ich werde erst einmal Uwes nächste Verwandten, also seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn fragen, inwieweit ihnen das recht ist. Ich bin froh, dass ihr hier bereits wisst, dass mein Onkel vor einigen Jahren verstarb: an einer Blinddarmentzündung, die er nicht behandeln ließ – seiner Überzeugung gehorchend, dass er niemals in ein Krankenhaus gehen würde.

        Nachdem ich 1976 (!) das tolle Erlebnis hatte, mit ihm drei Tage im Freien zu verbringen (ohne Zelt, Unterschlupf nur aus Naturmaterialien), habe ich ihn, wie ihr alle hier, nur noch per Zufall in diversen Städten in den Fußgängerzonen getroffen. Der EINZIGE, der den Kontakt zu ihm wenigstens im jährlichen Rhythmus halten konnte, ist mein Vater. Er war auch einer der wenigen Verwandten, die bei Uwes Begräbnis dabei waren.

        Viele Grüße, Michael

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      • Nitya schreibt:

        Oh Gott, Michael. ich weiß auch nicht, was ich hier schreiben darf. Ich schreib halt einfach so drauf los. Dass dein Onkel in kein Krankenhaus wollte kann ich ja so was von gut nachvollziehen. Aber mit einer Blinddarmentzündung und den entsprechenden Schmerzen irgendwo rumliegen, wäre auch nicht so recht nach meinem Geschmack.

        Vielleicht magst du ja was über die drei tollen Tage mit deinem Onkel erzählen. Wie du ihn so erlebt hast, wie du dich mit ihm gefühlt hast. Das war ja vermutlich noch lange vor der Zeit, als ihm „Die Harmonie der Welt“ zugeflogen ist.

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  12. Michaela schreibt:

    Von Herzen Danke für diese wundervolle Begegnung mit diesem außergewöhnlichen Menschen und das Teilen seiner Lyrik. Wunderschön, hat mich mitten ins Herz getroffen, ich könnte nur heulen.

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  13. Ralf schreibt:

    Immer wieder muß ich über meine Begegnung mit Uwe Schade nachdenken und das seit nunmehr über 30 Jahren …mit Worten ist es nicht zu fassen …gern wüßte ich mehr über sein Leben …ein Setzer, der vielleicht arbeitslos wurde und auf Wanderschaft ging …nach einer Eingebung in einer einzigen Nacht seine Verse verfaßte und persönlich verbreitete …später das Geld eines Verlegers ablehnte …und in Schleswig starb …gibt es da nicht eine Stelle in seinen Texten: „Dein Sterben ist nur ein Wort“

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  14. catterel schreibt:

    Dieser Mann hat das Leben von so vielen Menschen berührt – ich bin ihm an einem regnerischen Tag vor etwa 15 Jahren in St Gallen begegnet und habe ein bisschen mit ihm geplaudert. Konnte ihn nie vergessen und hoffe, er konnte in Frieden sterben und nicht irgendwo allein und verlassen. Ein einmaliger Mensch.

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  15. Pingback: The Vagabond Poet | catterel

  16. Alexandra Schade schreibt:

    Ich bin seine Tochter. … und er war auch anders………

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