WeiWuWei

  • Jede Identifikation mit irgendeinem Körper ist ein absolutes Hindernis, weil „ich“ ohne jede Objekthaftigkeit bin, das heißt frei von der geringsten Spur davon.
  • Wissen kann ich nur, was ich nicht bin. Was ich bin, ist unerkennbar, denn ich bin es, und wenn ich es erkennen könnte, würde „ich“ ein Objekt sein. Daher gibt es kein „es“, und „ich“ bin nicht.
  • Weder bin ich, noch bin ich nicht. Es gibt kein „Ich“. Wenn es eines gäbe, würde ich ein Objekt sein.
  • Ich bin überhaupt nicht, in keiner denkbaren Weise, Art, Form oder Dimension. Aus dem gleichen Grund gibt es kein Ding wie Wirklichkeit, Wahrheit, Absolutes, Selbst, Bewusstsein, Geist, Dharmakaya oder irgendeine andere Vorstellung welcher Art auch immer.
  • Es gibt auch kein „Ich-bin-nicht“.
  • Es gibt kein Ding, weder ein positives noch ein negatives, weder Anwesenheit noch Abwesenheit.
  • Das Diamant-Sutra, wie wir es durch Shen Hui’s doppelte Negation verstehen, ist die Autorität hierfür – wenn eine Autorität notwendig sein sollte, was nicht der Fall ist, denn jedes Lebewesen ist „Ich“ und kann dies wissen – denn Sein und Wissen sind identisch.
  • Es gibt kein Ding, nichts „Gewesenes“ oder „Gewusstes“:
  • Alles, was ich sein oder wissen kann, ist – KEIN DING.



6 Antworten zu WeiWuWei

  1. Norbert G. Matausch schreibt:

    Grüß dich, lieber Nitya!
    Wei Wu Wei, wunderbarer Mann, ein Quell klarsten Jnana Yogas. Hat auch einen Platz in meinem Regal.

    Liebe Grüße,
    Norbert

    • Nitya schreibt:

      Das hätte mich auch sehr gewundert,
      wenn dir der olle Wei Wu Wei nicht gefallen hätte, lieber Norbert.
      Schön, dass du mal bei mir vorbeischaust!
      Herzlich willkommen!

  2. Tom Horn schreibt:

    Hallo, ich finde die Bücher von Wei Wu Wei auch großartig. Wobei ich beim ersten – das offenbare Geheimnis – fast einen Knoten im Hirn bekam und Monate darüber brütete. Die Texte sind aber wie “Nussknacker” für unsere eingefahrenen Konzepte.

    • Nitya schreibt:

      Hallo Tom,

      fein, noch ein Wei Wu Wei-Fan!
      Und noch dazu einer mit der nötigen Nussknacker-Hartnäckigkeit!
      Wie schön! :-)

      Lieben Gruß vom Nitya

    • Klaus schreibt:

      da legen wir doch noch einen nach
      (aus DAS OFFENBARE GEHEIMNIS)

      Quod erat demonstrandum

      Kein Wesen glaubt, daß es nicht existiert, keines hat jemals geglaubt oder wird jemals glauben, daß es nicht existiert. Warum ist das so?

      Weil da kein Wesen existiert, um zu glauben, daß es nicht existiert. (Wenn da ein Wesen wäre, zu glauben, daß es nicht existiert, würde es ja folglich existieren.)
      Dies ist damit gemeint, wenn man sagt, daß es weder existiert noch nicht existiert. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem, was es ist, und der Vorstellung von «Existieren/Nicht-Existieren», wie zum Beispiel zwischen dem Mond selbst und der Vorstellung seines Spiegelbildes in einer Pfütze.

      Was ist es dann?

      Es ist die Abwesenheit dessen, was es nicht ist – und das ist alles was es seiner Vorstellung nach ist.

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